Amateure „messen“ Feinstaubbelastung in Böblingen

 Böblingen, 17. Mai 2018: In seiner Ausgabe vom 17.05.2018 berichtet die Kreiszeitung Böblinger Bote, dass in der Böblinger Innenstadt dicke Luft herrsche und die Feinstaubbelastung 2018 über den gesetzlichen Grenzwerten liegen dürfte. Ermittelt worden seien diese Werte anhand von Messstationen, die auf Veranlassung der Grünen Stadtratsfraktion aufgestellt wurden. Hierbei handle es sich um Eigenbausätze aus dem Internet, die mittels einer kostenlosen Software bestückt und von Privatleuten an Laternen montiert worden seien. Die Kosten pro Selbstbaukasten beliefen sich auf 40 Euro.

Dicker Hals wegen dicker Luft

Mit dickem Hals macht der Böblinger AfD Landtagsabgeordnete Harald Pfeiffer den grünen Bürgermeister für die dicke Luft verantwortlich. „Kaum hat Böblingen seit 4 Wochen einen grünen Bürgermeister, fällt ein Feinstaubproblem vom Himmel. Es ist auffällig, dass vorwiegend Städte mit grünen Bürgermeistern ein Feinstaubproblem thematisieren. Vielleicht sollte man mal wissenschaftlich untersuchen, ob Feinstaub in Wirklichkeit von einem grünen Parteibuch versursacht wird. Neben der offensichtlich autofeindlichen Propaganda kritisiert Pfeiffer vor allem die Messmethode. „Die Messergebnisse entstammen einem amateurhaft zusammengezimmerten Feinstaubzauberkasten, der weder zertifiziert, noch geeicht oder von Fachpersonal montiert oder ausgelesen ist. Wir sind von verwertbaren Ergebnissen weiter entfernt, als der HSV von der Bundesliga“.

Wer A sagt muss auch B sagen.

Wer sich auf gesetzliche Grenzwerte für Feinstaub berufe, müsse auch Daten zugrunde legen, die nach Methoden ermittelt wurden, die der Gesetzgeber vorgebe. „Die gebastelten Zauberkästen liefern diese in keiner Weise“, so Pfeiffer weiter und betont: „Die ermittelten Daten sind gewürfelt, sie sind unseriös und unbrauchbar“. Die ganze Diskussion sei aufgebauscht und vollkommen unnötig „Am einfachsten ist das Problem zu lösen, wenn wir Grün abwählen“, schließt Pfeiffer seine Ausführungen.