Stuttgart, 11.03.2019: Nach einem Bericht des Mannheimer Morgens vom 11.03.2019 warnen Wissenschaftler des Deutschen Instituts für Luft und Raumfahrt vor Stromengpässen für Süddeutschland. „Die Risiken für besonders kritische Zustände steigen“, heißt es in einer im Auftrag des baden–württembergischen Umweltministeriums erstellten Studie. Hauptgrund hierfür sei die Energiewende. Bereits am 22.02.2019 hatte der Böblinger AfD Abgeordnete Harald Pfeiffer auf einen Bericht der oberösterreichischen Nachrichten aus Linz vom 30.01.2019 hingewiesen. Hiernach hilft jeden dritten Tag ein Linzer Kraftwerk den (Südwest) Deutschen mit Strom aus und stellt so eine Netzsicherheit her, die ohne eine flexible Hilfe aus dem Ausland nicht möglich gewesen wäre. Das Blatt beruft sich hierbei auf den Geschäftsbericht der Linz AG für das abgelaufene Geschäftsjahr 2017/2018. Hiernach hat das Unternehmen an 100 Tagen dazu beigetragen, die Netzstabilität aufrechtzuerhalten. Das sei fast 20 % häufiger als im Vorjahr gewesen. Das Szenario eines langanhaltenden „Blackouts“ wie jüngst in Berlin ist also auch in Baden Württemberg nicht von der Hand zu weisen. Der Bundesverband der Elektrizitäts– und Wasserwirtschaft warnt in seiner jüngsten Studie: Deutschland kann in Zeiten ohne Wind und Sonne nicht mehr darauf vertrauen, dass Stromimporte aus dem Ausland die Versorgung aufrechterhalten. Die Kraftwerkskapazitäten in der Europäischen Union schmelzen dahin. Eine im Auftrag des baden–württembergischen Umweltministeriums erstellte Studie geht davon aus, dass insbesondere südlich der Mainlinie die Netzstabilität in den kommenden Jahren nur aufrechterhalten werden kann, wenn im großen Umfang Strom aus dem Ausland importiert wird, wobei der Kohleausstieg hierbei noch nicht berücksichtigt ist.

Heute vor 8 Jahren kam es zur Katastrophe von Fukushima, die letztendlich auch zu einem Kollaps der süddeutschen Energieversorgung führte. Der Böblinger AfD Abgeordnete Harald Pfeiffer kommentiert diesen unhaltbaren Zustand wie folgt.

„Die Tatsache, dass wir regelmäßig an einem „Blackout“ vorbeischrammen und uns bei der kompletten Netzabdeckung von Tag zu Tag hangeln, ist ein weiterer Beleg für den grün-ideologischen Tunnelblick, der jede negative Folge der Energiewende ausblendet. Baden–Württemberg ist nicht mehr in der Lage seinen eigenen Strombedarf selbst zu decken. Wir sind immer häufiger auf Atomstrom aus den Nachbarländern angewiesen und müssen auf deren Wohlwollen hoffen. Diese Abhängigkeit von ausländischem Strom ist ein Armutszeugnis für eine Regierungspartei, deren letzter Ministerpräsident Anteile der EnBW mit dem Argument zurückkaufte, man wolle die Versorgung des Landes mit Elektrizität sichern.

Vollkommen unbegreiflich ist warum trotz des Damokles Schwertes der Versorgungsengpässe durch einen radikal rasanten Ausbau der E-Mobilität der Bedarf an Strom künstlich noch weiter nach oben getrieben wird. Es ist unverantwortlich, die Menschen vor diesem Hintergrund in die Elektromobilität zu nötigen. 2025 soll bereits jedes 5. Auto ein Elektroauto sein. Die Grundversorgung wird jedoch heute schon nur mit Ach und Krach aufrechterhalten, wenn jeder nun noch sein Elektroauto anstöpselt gehen die Lichter aus. Ein Schritt nach dem anderem. Es ist doch nicht zu viel verlangt erst einmal ein stabiles Stromnetz zu schaffen und darauf basierend weiter zu planen. Ein Hürdenläufer, der zu viele Hindernisse überspringt, strauchelt und verliert alles“, schließt Pfeiffer seine Ausführungen.