Stuttgart, 1.4.2019: Auch in Böblingen demonstrieren allfreitäglich Schüler unter dem Motto #FridayforFuture. „Ob für oder gegen das Klima ist unklar, den meisten Demonstranten wird es um die schulfreie Zeit gehen“, vermutet der Böblinger AfD Abgeordnete Harald Pfeiffer. Das Demonstrationsrecht sei zwar „grundrechtlich garantiert“, er stelle das auch nicht in Frage. Jedoch sehe er diese Demonstrationen mehr als kritisch. „Die Linken, Grünen, die SPD und auch Teile der CDU scheren sich nicht um die Schulpflicht und unterstützen jene Freitagsgebete für eine bessere Welt.“ Es sei vollkommen unnötig, dass diese Demonstrationen ausgerechnet während der Unterrichtszeit stattfinden. „Für seine Überzeugungen kann man auch Samstags demonstrieren. Kinder für politische Zwecke zu missbrauchen gehört verboten. Im Übrigen ist Schule schwänzen illegal und gehört stets bestraft“, stellt Pfeiffer unmissverständlich fest.

Das Verhalten von Kartellparteien sei an diesen Punkt wieder einmal „entlarvend“ und offenbare das „zweierlei Maß“ derzeit überall angelegt werde: „Klimaschutz darf alles.  Auf der einen Seite werden Eltern, die mit ihren Kindern einen Tag vor Ferienbeginn in den Urlaub fliegen drakonisch bestraft. Moscheebesuche in der Schulzeit werden zu Pflichtveranstaltungen hochstilisiert und ein Fernbleiben konsequent verfolgt. Auf der anderen Seite aber wird das Fernbleiben vom Unterricht aus Klimaschutzgründen ersehnt und fast schon erwartet.“ „Im Landtag von Baden–Württemberg rühmen sich die Regierungsparteien von Grün und Schwarz, den Unterrichtsaufall zu bekämpfen. Die SPD wird hingegen nicht müde, den massiven Unterrichtsausfall an den Schulen Baden-Württembergs zu geißeln. Besorgte Eltern klagen gegen inflationären Unterrichtsausfall. Es kann nicht sein, dass ausfallender Unterricht beklagt und gleichzeitig stattfindender Unterricht boykottiert wird.“, merkt Pfeiffer an und bezeichnet das Verhalten der Kartellparteien als „Doppelmoral“.