Stuttgart 27.6.2019: Eine neue Studie enthüllt eklatante Rechenfehler der Bundesregierung in Bezug auf die nationale Stromversorgung. Bisher war die Bundesregierung davon ausgegangen sogenannte „Dunkelflauten“ der erneuerbaren Energieträger durch Kapazitätsüberschüsse des europäischen Auslands kompensieren zu können. Im „Grünbuch 2014“ ging das Bundeswirtschaftsministerium noch davon aus, dass der Kohleausstieg verkraftbar sei, da in Europa ca. 60 Gigawatt an Überkapazität bereit stünden. Die Studie „Verfügbarkeit ausländischer Kraftwerkskapazitäten für die Versorgung in Deutschland“ kommt nun jedoch zu dem Schluss, dass diese Zahlen falsch interpretiert wurden und die tatsächlich verfügbare Strommenge um den Faktor 3-4 geringer sei.

Für den AfD Politiker Harald Pfeiffer ist diese gefährliche Fehlkalkulation kein Einzelfall. Er erkennt ein Muster, das sich auch in anderen Politikfeldern wiederholt. „Wir erleben zunehmend, dass sich die Politik nicht mehr an der Realität ausrichtet, sondern an ideologischen Wunschträumen. Die Entscheidung darüber aus welchen Quellen wir die Energie für den Industriestandort Deutschland generieren, wird nicht nach wirtschaftlichen oder technischen Gesichtspunkten getroffen, sondern ist ohne Rücksichtnahme auf technische Machbarkeit auf die erneuerbaren Energieträger ausgerichtet.“

Die Tatsache, dass gerade diese Energieträger während der sogenannten „kalten Dunkelflauten“, eine Gleichzeitigkeit von Bedarfsspitzen, und zwar europaweit, und Förderengpässen erzeugen, könnte zu einem Blackout führen. Der Böblinger Abgeordnete fordert daher der Versorgungssicherheit endlich wieder Priorität einzuräumen und verweist auf dramatische Wochen in der Vergangenheit, in denen Süddeutschland nur dank dem Einspringen eines österreichischen Kraftwerks knapp an einem Blackout vorbei geschrammt war. „In einer kalten, dunklen, windstillen Winternacht steigt in ganz Europa gleichzeitig der Verbrauch, während die gesamten Erneuerbaren quasi überhaupt keinen Strom liefern können. Wir brauchen als Industriestandort billigen Strom und das wetterunabhängig. Wenn wir aus der Kohle aussteigen, dann brauchen wir eben Gaskraftwerke und zwar schnell. Denn ein Blackout gefährdet weit mehr als nur unseren Wohlstand. Denken Sie an die Krankenhäuser, kritische Infrastruktur, Kühlketten und den drohenden Zusammenbruch der öffentlichen Ordnung“, so Pfeiffer. „Ein Blackout kann durch verschiedene Ereignisse hervorgerufen werden. Etwa durch einen Cyberangriff. Es gibt auch Stimmen die einen sehr starken Sonnensturm als Risiko für unsere Stromkreisläufe einstufen. Aber einen Blackout, der durch Rechenfehler der eigenen ideologiegetriebenen Regierung herbeigeführt wurde? Diese Peinlichkeit sollten wir uns dringend ersparen“, warnt der Landespolitiker Pfeiffer.