Stuttgart, 9.10.2019: Harald Pfeiffer, Landtagsabgeordneter der Alternative für Deutschland, wundert sich über die Berichterstattung deutscher Leitmedien. „Am 7. Oktober stiehlt ein polizeibekannter Syrer einen LKW und rast damit in mehrere PKW, die vor einer Ampel warten. Ungeachtet der langen Vorgeschichte dschihadistischer Anschläge mit LKW, von Nizza bis Berlin, wird zunächst von einem „Unfall“, respektive von der „Irrfahrt eines LKW“ gesprochen. Noch am Folgetag titelt die Tagesschau „LKW-Vorfall in Limburg“ als bereits ein Haftbefehl gegen den Syrer vorlag“, so Pfeiffer.

Dieses Vorgehen sei typisch. „Möchte man jemanden schützen, so findet bei negativen Handlungen, wie z.B. einem Terroranschlag mit Toten oder Verletzten, eine Ent-Personalisierung statt. Ein Mensch benutzt ein Werkzeug, einen LKW oder auch ein Messer, um andere Menschen zu verletzen oder zu töten. In der Berichterstattung verschwindet dann der Täter als eigentlich Handelnder und wird durch sein Werkzeug ersetzt. In der Zeitung steht dann nicht „Syrer oder islamistischer Terrorist fährt in Menschenmenge“ sondern, „LKW fährt in Menschenmenge“ oder „Passanten durch Messer getötet“. Ganz so als ob LKW oder Stichwaffe von Geisterhand gesteuert ihr Ziel finden würden“, kritisiert der Landtagsabgeordnete.

Dieser Mechanismus der verstärkten (Ent-)Personalisierung funktioniere aber auch umgekehrt. Etwa wenn man missliebige Handlungen von komplexen Akteuren, wie etwa dem russischen Staat, auf die Person Wladimir Putins reduziere. In diesem Fall würden Handlungen von Staaten, etwa in der Außenpolitik, bewusst personalisiert und dämonisiert. „In der Konsequenz können Sie dann z.B. lesen: „Putin marschiert in Syrien ein“ obwohl Putin selbst in Moskau in seinem Büro sitzt und die russischen Truppen im Gegensatz zu den amerikanischen nicht gegen den Willen der syrischen Regierung im Land sind. Doch das ist nur die Täter Seite. Auch auf Opfer Seite wird mit (Ent-) Personalisierung gearbeitet. Wir sollen Anteil nehmen, aber nur am Leiden der Migranten. An die Toten und Verletzten Landsleute sollen wir uns nicht erinnern. So werden uns die Einzelschicksale der Migranten ausführlich präsentiert. Das Bild der Leiche des im Mittelmeer ertrunkenen kurdischen Jungen Alan Kurdi war in der Berichterstattung omnipräsent. Ein NGO Schiff trägt mittlerweile seinen Namen. Die Namen der Opfer vom Breitscheidplatz, immerhin der schwerste Terroranschlag in der deutschen Nachkriegsgeschichte, der erstochene Arzt in Offenburg, die zahlreichen ermordeten und vergewaltigten Frauen und auch der kleine Junge, der in Frankfurt von einem Migranten vor einen einfahrenden Zug gestoßen wurde, finden keine Erwähnung. Die Opfer der unkontrollierten Massenmigration und ihre Angehörigen haben keine Stimme und kein Gesicht. Denn eine Identifikation mit ihrem Leid würde das Bild einer bunten, friedlichen Multikultigesellschaft stören. Wir aber vergessen Sie nicht“, verspricht Pfeiffer.