Böblingen, 16.10.2019: Am 9. Oktober kam es zu einem Terroranschlag auf die Hallenser Synagoge der zwei Passanten das Leben kostete. Mittlerweile ist der Täter verhaftet und geständig. Es handelt sich um Stephan B., der allein und aus antisemitischen Motiven heraus gehandelt zu haben scheint. Binnen Tagesfrist nach diesem entsetzlichen Anschlag hagelt es seitens der Politik und der Presse Vorwürfe an die AfD. Der Tenor: Die Alternative für Deutschland trüge eine Mitschuld an den Geschehnissen in Halle. Der Landtagsabgeordnete Harald Pfeiffer äußert sich zu diesen infamen Unterstellungen wie folgt:

„Mein aufrichtiges Beileid den Angehörigen der beiden Toten von Halle. Es scheint als hätten sie nur deshalb ihr Leben lassen müssen, weil sie zur falschen Zeit am falschen Ort waren. Das eigentliche Ziel war wohl die Synagoge. Meine Anteilnahme gilt daher auch der jüdischen Gemeinde von Halle, die vermutlich nur um Haaresbreite einer Katastrophe entgangen ist. Wer mich und meine politische Arbeit kennt, der weiß, dass diese Worte keine Lippenbekenntnisse sind, sondern aus tiefster Überzeugung resultieren. Ich habe vom ersten Tag meiner parlamentarischen Arbeit an vehement gegen Antisemiten Position bezogen. Ich stehe in unverbrüchlicher Freundschaft an der Seite der jüdischen Gemeinden in Deutschland und an der Seite Israels.

Die Vorwürfe sind der schamlose Versuch diese schreckliche Tat politisch zu instrumentalisieren. Bleiben wir deshalb bei den Fakten. Nach allem was wir derzeit wissen, handelt es sich bei dem Attentäter um einen Einzelgänger, der sich in diversen Internetforen radikalisiert zu haben scheint. Berichten zufolge soll er in Foren unterwegs gewesen sein, in denen Terroranschläge weltweit nach der Anzahl der Todesopfer bewertet wurden. Selbst der Vater von Stephan B. sagt, dass er seinen Sohn nicht mehr erreicht habe, da dieser nur noch online war und sich komplett abgekapselt habe. Der Attentäter von Halle war somit geradezu die Definition eines Einzeltäters. Wer jetzt allen Ernstes behauptet, dass der politische Wettbewerber dieser irrsinnigen Tat Vorschub geleistet habe, der betreibt wider besseren Wissens Politik auf dem Rücken der beiden Toten.

Im Übrigen verweise ich ausdrücklich auf meine Pressemitteilung vom 19.3.2019 zu den Terroranschlägen von Christchurch und Utrecht. Ich habe darin explizit vor einer Gewaltspirale gewarnt und an die Vernunft appelliert. Meine Befürchtungen haben sich leider bestätigt. Jeder Terroranschlag wird weitere Attentate zur Folge haben aus allen Richtungen des Extremistischen Spektrums. Sei es durch Nachahmung, Vergeltung oder ein krankes Wetteifern um die meisten Toten. Diese Entwicklung zeichnet sich immer deutlicher ab und ich warne erneut davor.

Ich möchte alle Seiten zur Mäßigung aufrufen. Ich verurteile einen Angriff auf die Synagoge in Halle ebenso, wie den Angriff auf die Moschee von Christchurch oder die unzähligen christlichen Kirchen in der muslimischen Welt, oder das wahllose Töten von Passanten ganz gleich ob Sie nun religiös waren oder nicht.“